Ihr Durchfallen hat sicherlich vielschichtige Ursachen. Eine Ursache hiervon kann sein, dass Sie im Vorfeld nicht genügend Klausuren geschrieben haben. Gleichwohl sollten Sie nicht in „puren Aktionismus“ blindlings verfallend, jetzt einfach über 100 Examensklausuren schreiben. Vielmehr kommt es darauf an, dass Sie aus unserer Sicht folgende Strategien fahren sollten:

 

1. Analyse Ihrer Original-Examensklausuren

Schauen Sie sich noch einmal Ihre Prüfungsklausuren genau an. Vermerken Sie sich die von den Prüfern vermerkten Fehler auf einem separaten Notizblock. Versuchen Sie im Rahmen des erneuten Versuchs auf diese Fehler einzugehen und diese entsprechend nicht mehr zu machen.

 

2. Klausurtechnik und Klausurtaktik

Sie sollten sich auf jeden Fall Gedanken darüber machen, wie Ihre bisherige Klausurtechnik und Klausurtaktik ausgesehen hat. Hier müssen Sie sicherlich einige Änderungen vornehmen. Dies vielleicht zum einen von der Zeiteinteilung her, aber auch von der Art und Weise des Herangehens an die Klausuren. Professionelle Hilfestellung, insbesondere in Form von Jura Einzelunterricht, können Ihnen hier sehr viel Hilfestellung bieten. Sie müssen auf jeden Fall etwas anders machen als vorher.

 

3. Die Zeiteinteilung ändern

Viele Kandidaten fallen durch die Jura Examensklausuren, weil sie die falsche Zeiteinteilung wählen. Das erste juristische Staatsexamen als auch das zweite juristische Staatsexamen haben jeweils unterschiedliche Anforderungen an die korrekte Zeiteinteilung in den fünf Stunden Klausurschreibezeit. Sowohl das Strafrecht, als auch das Zivilrecht und öffentliches Recht haben jeweils unterschiedliche Anforderungen zum Beispiel an das Erstellen einer Lösungsskizze, der Personenskizze und an die Ausführlichkeit des Schreibens. Hierüber sollten sie sich genaustens informieren, wie die Anforderungen jeweils sind. Beispielsweise sollten Sie sich im Strafrecht nicht zu viel Zeit mit dem Erstellen einer Lösungsskizze lassen. Sie müssen im Strafrecht sofort ins Schreiben kommen.

 

4. Schlagzahl der Klausuren erhöhen

Grundsätzlich gilt schon die Aussage: „Ein Mehr an Klausuren“ bringt grundsätzlich mehr Erfolg. Jedoch können Sie Ihr Erfolgswachstum exponentiell steigern, wenn Sie mehr auf Qualität setzen, als auf Quantität. Die Klausurenkorrekturen sind Ihr „Gradmesser“. Setzen Sie sich unbedingt intensiv mit diesen auseinander. Sie sollten sich auch die durch die Prüfer oder Korrekturen vermerkten Klausurfehler genaustens herausschreiben. Durchdenken Sie diese Fehler. Vermeiden Sie diese Fehler im Rahmen der nächsten Übungsklausuren.

 

5. Geschriebene Klausuren wiederholen

„Repetitio est mater studiorum“. Umso mehr gilt dies für das wiederholte Anschauen und Rekapitulieren der bereits geschriebenen Klausuren. Im Idealfall gehen Sie die geschriebene Klausuren zwei bis drei Mal in festgelegten Zeitabschnitten immer wieder durch. Hierbei sollten Sie kurz zu den bereits vor Wochen schon einmal verfassten Klausuren nun nochmals eine Lösungsskizze anfertigen und schauen, ob Sie die bereits seiner Zeit gemachten Fehler nunmehr noch einmal machen. Hierbei ist ein dezidierteres Nacharbeiten im Rahmen der Musterlösung erforderlich, wenn dem so sein sollte.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Tipps ein wenig Energie gegeben zu haben, um nicht aufzugeben. Viel Erfolg beim erneuten Versuch! Wir helfen Ihnen auch gerne im Rahmen eines individuellen Einzelunterrichts weiter!


Ihr Team der Akademie Kraatz