Warum stellt das Zeitmanagement im Jurastudium eigentlich so ein großes Problem dar? 

Die Stofffülle im Jurastudium bis hin zum ersten Staatsexamen sowie später im Referendariat ist riesig. Da Sie für gewöhnlich schnell und effektiv lernen und entsprechende Erfolge erzielen wollen, ist es zunächst schwierig, sich auf eine Lernweise einzustellen, bei der gerade am Anfang ein langsames und tiefes Systemverstehen erlangt werden muss. Dies kostet enorm viel Zeit, insbesondere wegen der vielen wichtigen Randgebiete der Rechtswissenschaften, die den Umfang des Stoffes nochmals enorm ausdehnen. Sie sollten sich jedoch für ein erfolgreiches Lernen auch die Materien einlassen, die Ihnen besonders schwierig erscheinen, geduldig sein, und nicht nur das wiederholen, worin Sie ohnehin schon gut geübt sind. 

Falsche Lerntechnik und Prioritätensetzung 
Jeder Student hat seinen eigenen individuellen Lerntyp. Wie man an seinen Lernstoff und letzlich zum Lernerfolg kommt, ist bei jedem Studenten unrterschiedlich: von AGs über Lerngruppen, Vorlesungen bis hin zu Privatunterricht gibt es hierfür auch ein breites Angebot. Nicht nur die Art und Weise wie Sie lernen, sondern auch die Art der Literatur und die Form Ihrer eigenst zu erstellenden Lernmaterialien sollte nach individuellen Präferenzen ausgewählt werden. Wichtig ist nur, dass Sie sich schhnell auf die für Sie nützlichste Variante festlegen und stringent nach Ihrer persönlichen Technik lernen. Wenn Sie alles einmal ausprobieren, jedoch letztlich nichts komplett durchziehen, verlieren Sie schnell viel Zeit. Für sinnvolle Hinweise zum Anfertigen von Jura Lernmaterialien, sehen Sie sich gern auch unseren entsprechenden Blogbeitrag an (Blogpost: Erstelle jetzt erfolgreich Deine eigenen Jura Lernmaterialien). Damit Ihr Lernen effektiv ist, sollten Sie auch die Prioritäten richtig setzen. Dazu sollten Sie darauf achten, nicht zu viel nebenher zu machen. Arbeiten Sie nicht zu viel in Nebenjobs, sondern legen Sie Ihren Fokus von Anfang an aufs Studium, sofern dies Ihre persönlichen Umstände zulassen. Welche Nebenjobs sich dennoch für Jura Studenten anbieten und einen nachhaltigen Nutzen bringen, erfahren Sie in einem anderen Beitrag (Blogpost: Der richtige Nebenjob im Jurastudium).

Verbesserung Ihres Zeitmanagements
Am wichtigsten ist es, dass Sie Ihr Studium in den Mittelpunkt stellen. Bürden Sie sich möglichst keine zusätzlichen Lasten auf, führen Sie Nebenjobs am besten nur aus, wenn dies wirklich notwendig ist oder Sie inhaltlich weiterbringt. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie ein für Sie angenehmes Lernumfeld schaffen; dies kann für manche das eigene Wohnumfeld und für andere die Bibliothek sein. Hierbei sollten Sie jedenfalls absolute Ruhe haben und sich nicht ablenken lassen. 

Wichtig ist auch, dass Sie sich von Beginn an einen Zeitplan schaffen, in dem Sie sich für einzelne Wochen, Monate, vielleicht auch Jahre einen Überblick über die Themen verschaffen, die Sie lernen werden. Dies gibt Ihnen Struktur und eine langfristige Planungssicherheit. Nehmen Sie sich vom Lernen auch bewusste Pausen und schaffen Sie regelmäßig neue Ressourcen, indem sie einige Wochen Urlaub einplanen. Tägliches Lernen kann Sie auf Dauer nachhaltig strapazieren und Ihnen letzlich die nötige Energie rauben, die Sie auf lange Sicht benötigen. Machen Sie deshalb auch beim täglichen Lernen bewusste Lernpausen, in denen Sie sich entspannen.

Mit Blick auf Ihr späteres Examen ist es von besonderer Bedeutung, dass Sie fit im Klausurenschreiben sind. Deshalb sollten Sie von Anfang an kleinere Probeklausuren und dann immer regelmäßiger auch umfassende Klausursachverhalte lösen bzw. Lösungsskizzen dafür bauen. Die Klausurtechnik zu erlernen kostet Zeit und erfordert ein tiefgehendes juristisches Verständnis. Nehmen Sie die Übung im Klausurenschreiben deshalb ernst und nehmen Sie sich vor, Probeklausuren mitzuschreiben oder Klausurenkurse zu besuchen. 

Schauen Sie sich zum Thema Zeitmanagement gern auch unser entsprechendes Youtube-Video an: 

 
Ihr Team der Akademie Kraatz
 

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